Rundum gelungenes Projekt seiner Bestimmung übergeben

30. Mai 2018
Langgehegter Wunsch ging mit dem neuen Feuerwehrhaus in Eugenbach endlich in Erfüllung.

Eugenbach.  Bereits im Jahr 2010 gab es erste Gespräche der örtlichen Feuerwehr mit der Gemeinde, dass das vierzig Jahre alte Feuerwehrgerätehaus erhebliche Defizite ausweist. Nun wurde das Projekt endlich realisiert und am Sonntag konnte Pferrer Josef Gietl das neue Gebäude weihen und Bürgermeister Helmut Maier das Haus seiner Bestimmung übergeben.

Mit einem Festgottesdienst, der musikalisch von der Rhythmusgruppe „Kreuz und Quer“ grandios umrahmt wurde, feierte die Eugenbacher Feuerwehr mit zahlreichen Ehrengästen und den örtlichen Mitbürgern die Fertigstellung des Gerätehauses. Dabei stellte der Pfarrer den heiligen Florian in den Mittelpunkt seiner Predigt, bezeichnete aber auch das Gebäude als eine große Freude für den gesamten Altdorfer Ortsteil.

Den eigentlichen Festakt eröffnete Bürgermeister Helmut Maier, wobei er ausdrücklich die Dringlichkeit des Neubaus betonte. Damit verband er aber auch gleichzeitig seinen Dank an die Grundstücksanrainer, die zum Einen einer Grenzbebauung zustimmten, zum Anderen einen Teil des eigenen Grundstücks zum Bau an die Marktgemeinde abtraten oder vorhandene Belästigungen während der Bauarbeiten zu ertragen hatten. Da das alte Gerätehaus abgerissen werden musste, galt der Dank Maiers auch jenen Eugenbachern, die Gerätschaften einlagerten nachdem der Altbau abgerissen und bis der Neubau fertig gestellt war.

Der Weihe der neuen Räumlichkeiten wohnten auch die Abordnungen der Wehren aus Altdorf und Pfettrach ebenso bei, wie jene der Partnerwehr aus der Münchnerau. Landrat Peter Dreier erinnerte in seinem Grußwort daran, dass das Feuerwehrwesen zu den ältesten Selbsthilfeeinrichtungen zählt  und gleichzeitig zeigte er sich erfreut darüber, dass Eugenbach trotz aller bisherigen räumlichen  Probleme die drittgrößte Jungfeuerwehr im Landkreis Landshut stellt. Kreisbrandinspektor Karl Hahn schilderte das große Leistungs- und Aufgabenspektrum der Wehren heute, vom Einsatz bei Verkehrslenkungen bis hin zur Brandbekämpfung.

Kommandant Stephan Finsterhölzl, dem der Bürgermeister für seinen unermüdlichen Einsatz vor und während der Bauphase ausdrücklich dankte, ging in seinen Ausführungen schließlich den Ablauf von der Idee zu einem Neubau bis zur endgültigen Verwirklichung nach. Nachdem es im Jahr 2010 die ersten Gespräche mit der Gemeinde gab, stellte man Anfang 2011 in einem offiziellen Schreiben die Liste der Mängel am Bau des 1978 entstandenen Gebäudes vor. Damals ging man bei der Planung allerdings davon aus, dass eine zweite Zufahrt zum Gerätehaus erforderlich würde, die aber an diesem Standort nicht möglich sei. Erst später wurde eine Lösung mit der Verbreiterung der Trafowegbrücke gefunden und realisiert. Im März 2011 stellte die Gemeinde unter Bürgermeister Franz Kainz schließlich 30.000 Euro für eine erste Grobplanung im Haushalt ein und Ende 2012 stellte auch der Bauausschuss großen Handlungsbedarf fest.

Im April wurde das Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting um Vorschläge für einen möglichen Neubau ersucht und im Januar 2014 informierte Helmut Maier den Marktrat das nun von Seiten der Eugenbacher Wehr Planungsskizzen eingereicht wurden. Schnell kristallisierte sich eine Variante heraus, die sowohl schlicht und einfach aber mit allem was die Wehr im Alltagsgeschäft braucht ausgestattet war. Nachdem von Seiten des Marktgemeinderats einem Neubau zugestimmt wurde, konnte die Baustelle im Februar 2017 an die Baufirma übergeben werden und am 21. Juni feierte man bereits das Richtfest.

Mit der Fertigstellung können sich nun wieder alle Feuerwehrdienstleistenden auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren, bemerkte Bürgermeister Maier schließlich und er wünschte der Wehr für die Zukunft alles erdenklich Gute und eine allzeit gute Kameradschaft und viel Freude an der neuen Heimat.

Bericht und Fotos: Peter W. Fuhrmann/ Lanshuter Zeitung